Zahnerhaltung: Parodontosetherapie

Parodontose (korrekte Bezeichnung: Parodontitis) ist eine Entzündung des Zahnhalteapparates, d.h. der Fasern, die den Zahn im Knochen verankern. Der Knochen wird von Bakterienbelägen und Zahnstein angegriffen und langsam abgebaut. Von diesem Vorgang merken Sie erst im fortgeschrittenen Stadium etwas, wenn es beginnt zu schmerzen, eitern und der Zahn locker wird. Dann ist es für eine Behandlung häufig zu spät, zumindest wird die Behandlung recht aufwändig. Es gilt daher vorsorgend zu handeln und einerseits selber eine gute Mundhygiene inklusive spezieller Reinigung der Zwischenräume zu betreiben und andererseits regelmässig alle (3-)6 Monate bei der Dentalhygienikerin eine Zahnreinigung und Zahnsteinentfernung durchführen zu lassen.

Raucher sind von Parodontose häufiger und stärker betroffen als Nichtraucher, die Behandlung verläuft leider bei Rauchern nur vermindert erfolgreich. Als von Parodontose Betroffene(r) sollten Sie daher unbedingt versuchen, das Rauchen aufzugeben.

Paro-1 Paro-2 Paro-3 Paro-4
gesunder Zahn  Zahnsteinablagerungen  Zahnstein wächst 
unter das Zahnfleisch
 
Zahnstein baut Knochen ab 

Im fortgeschrittenen Stadium reicht die Behandlung bei der Dentalhygienikerin allein nicht mehr aus. Betroffene Zähne müssen dann ergänzend vom Zahnarzt operativ behandelt werden. Dabei besteht in beschränktem Umfang die Möglichkeit, verloren gegangenen Knochen zu regenerieren und die Zähne damit wieder zu festigen.

Im Endstadium bleibt als Lösung nur das Ziehen der betroffenen Zähne und der allfällige Ersatz durch Brücken, Implantate oder Prothesen (siehe Kapitel Zahnersatz).

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